Ergebnisse des Worldwide Photowalks

Das Wetter war grau – doch nicht so die Stimmung! Über den gesamten September hinweg haben viele Freiwillige des UniFotoClub Darmstadt e.V.s gebrainstormt, geplant, wieder verworfen, neu entworfen und umgesetzt. Letzten Samstag war es dann so weit: mit gut 25 Teilnehmern haben wir Scott Kelby’s Worldwide Photowalk nach Darmstadt geholt! Und gegen Ende hat uns sogar die Sonne beehrt 😉

Vielen Dank an alle, die da waren! Ohne Euch hätte der Walk nicht stattfinden können! 😉 Und natürlich auch ein fettes, fettes Dankeschön an alle diejenigen, die sich im Vorfeld an der Organisation beteiligt haben! Ohne Euch hätte der Walk nicht mal geplant werden können! 😉

Die ursprüngliche Ankündigung findet Ihr nach wie vor in unserem Blog.

Untenstehend findet Ihr eine Auswahl der Gruppenfotos, welche während des Walks entstanden sind. Weitere Bilder folgen beizeiten.

Ergebnisse Workshop: Architekturfotografie

Wie mit Sicherheit schon sehnlichst erwartet, gibt es jetzt die Ergebnisse des Architekturfotografie-Workshops, den wir Ende August mit Unterstützung von Patrick Zasada abgehalten haben. An dieser Stelle noch einmal vielen herzlichen Dank für deine Unterstützung und den super interessanten, informativen und entspannten Workshop.

Mit dem Workshop wollten wir einen Einblick in die Fotografie von Architektur und Immobilien mit all ihren Facetten bekommen. Das heißt unter anderem: Wie suche ich mir aus, welches oder welche Gebäude ich fotografieren möchte? Wann kann ich das Gebäude am besten fotografieren? Was ist charakteristisch für die Architektur und wie bringe ich das in mein Bild? Welche Ausstattung benötige ich und welche Einstellungen? Dies sind nur einige der Fragen, die wir mit diesem Workshop beantworten wollten.

Jetzt gibts aber erstmal die Ergebnisse und dann noch ein paar Worte dazu, wie der Workshop abgelaufen ist und was wir gelernt haben. Also erstmal viel Spaß und bis später!

Nun gibt es ein paar Details zum Architekturfotografie-Workshop in Frankfurt Ende August.

Als Darmstädter lag es für uns nahe , dass wir für diesen Workshop Frankfurt am Main mit seinen Häuserschluchten als Motiv gewählt haben. Natürlich hatte auch unser Workshopleiter Patrick das empfohlen, denn die Stadt bietet eine Vielzahl an Gebäuden aus unterschiedlichen Epochen. Wir widmeten uns dennoch hauptsächlich der modernen Architektur, speziell den Wolkenkratzern in Frankfurt. Zu diesen zählt zum Beispiel auch der Messeturm in Frankfurt, wegen seiner markanten Spitze auch als „Bleistift“ bekannt. Dort traffen wir uns am Vormittag und bekamen eine Einführung in das Thema Architekturfotografie. Dazu wurden Einiges direkt am Beispiel Messeturm erläutert. Was macht das Gebäude aus und wie bringe ich die besonderen Merkmale am besten in meinem Bild rüber. Welche Teile des Gebäude kann und will ich fotografieren, welche Formen sind interessant, markant, architektonisch wertvoll. Dazu ist es wichtig den richtigen Standpunkt auszuwählen. Weiterhin muss der Bildausschnitt weise gewählt werden. Habe ich störende Bildelemente wie Bäume, Personen oder Ausschnitte von anderen Gebäuden. Spiegelungen in Fenstern können sowohl störend sein, oder auch als verstecktes Detail bewusst in das Bild integriert werden. Sehr wichtig sind auch die Linien in einem Bild. Treffen sie in einem Fluchtpunkt zusammen, sollte dieser innerhalb des Bildes liegen, da dies meist als angenehmer empfunden wird. Ein steiler Winkel kann helfen eine gewisse Tiefe – oder in diesem Fall Höhe – zu erzeugen. Einer der wohl wichtigsten Punkte bleibt aber die Symmetrie. Viele Menschen empfinden Symmetrie als schön. Je symmetrischer ein Bild also ist, desto „perfekter“ erscheint es dem Betrachter. Dazu passen auch die Eckläufer, an denen wir uns allesamt versucht haben. Dies sind nichts weiter als Linien im Bild die genau in die Ecken laufen. Nicht immer ein Muss, aber manchmal störend wenn eine Linie die Ecke knapp verfehlt.

Unser Streifzug durch die Hochhausschluchten führte uns über das kap europa weiter zum Westend 1 mit seiner markanten Krone. Durch seine verschiedenen Gebäudeteile eine kleine Herausforderung für uns Neulinge in der Architekturfotografie. Anschließend ging es weiter zum Silberturm in Frankfurt, mit seiner spiegelnden Oberfläche perfekt zum spielen mit Spiegelungen. Bis in den Nachmittag hinein vertrieben wir uns die Zeit zwischen den Wolkenkratzern, den Kopf meist in den Nacken gelegt, zuweilen sogar in Yoga-ähnlichen Positionen, um den besten Winkel zu finden.

Schulter-und Nackentraining (Viviane Seidel)

Was gibt es eigentlch zur Ausstattung zu sagen? Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, was er nutzt. Durch die Größe der Motive und meist geringe Distanz zu ihnen ist jedoch eine kurze Brennweite in vielen Fällen die erste Wahl. Außerdem kann ein Stativ die Arbeit erleichtern und kleine Verschiebungen in der Symmetrie durch Zittern, Wackeln, etc. verhindern. Aber auch eine Tilt-Shift-Linse, sowie ND- und Polfilter können eingesetzt werden um bestimmte Effekte zu erzielen. Zum Beispiel gerade Häuserkanten, ein richtig belichteter Himmel, weniger Spiegelungen, verzogene Wolken oder das Entfernen von Personen, die durch das Bild laufen.

Und nun noch ein paar Worte zur Wahl der Einstellungen. Um die schärfsten Bilder zu erhalten sollte man eine Blende zwischen 5.6 und 8 wählen. Viele Objektive haben ihren schärfsten Bereich zwischen diesen Werten. Weiter unterhalb wird die Schärfentiefe zu gering, oberhalb kommt Beugungsunschärfe ins Spiel. Die ISO wählt man am besten niedrig, sprich 100, um das Rauschen so gering wie möglich zu halten. Verschlusszeiten variieren je nach Vorhaben und Lichtsituation sehr stark zwischen einigen Sekunden und Bruchteilen von Sekunden. Hier hält man sich am besten an das Histogramm. Dort versucht man eine möglichst helle Belichtung zu erreichen, ohne dabei überbelichtete Bildbereiche zu bekommen. Das bedeutet kurz gesagt man versucht das Histogramm so weit an den rechten Rand zu schieben, dass es gerade nicht abgeschnitten wird. Mehr dazu findet man unter dem Stichwort ETTR (Expose to the right). Dies sind alles nur grobe Empfehlungen, die natürlich nicht immer zutreffen. Hier gilt wie immer: Probieren geht über Studieren. Und wer Interesse hat, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen der ist herzlilch eingeladen bei uns vorbeizukommen, es finden sich immer Leute, die Lust haben mal wieder Architektur zu fotografieren. Weiter gibt es ein tolles Buch von unserem Workshopleiter Patrick in dem von vorne bis hinten alles zur Immobilien- und Architekturfotografie detailiert erklärt wird ( ISBN13: 978-3832803698 ).

Lessons Learned:

  • Was will ich zeigen, Gebäudeteile, Formen, etc.
  • Ausrüstung: Stativ, Weitwinkel, Tilt-Shift-Linse, ND-Filter (Personen entfernen, Wolken, etc.), Polfilter (Himmel, Spiegelungen)
  • Bildauschnitt, störende Elemente
  • fallende Linien
  • Fluchtpunkt im Bild
  • steiler Winkel erzeugt Tiefe
  • Symmetrie Symmetrie Symmetrie, falsche Position beim Fotografieren kann in der Nachbearbeitung meist nur schwer oder auch gar nicht ausgebessert werden
  • Eckläufer
  • Histogramm -> ETTR
  • Blende 5.6-8, Fokussieren auf Kernelement im Bild
  • Buchempfehlung: ISBN-13: 978-3832803698

Worldwide Photowalk: Durch Darmstadt mit dem UniFotoClub Darmstadt e.V.

Er findet wieder statt: Scott Kelby’s Worldwide Photowalk. Sei dabei, wenn der UniFotoClub Darmstadt e.V. den Darmstädter Ableger des Walks ausrichtet!

TL;DR

Was: Worldwide Photowalk
Wann: 05. Oktober, 9:30 Uhr
Wo: Georg-Büchner-Platz
Preis: kostenfrei
Anmeldung: Durch Ausfüllen des Formulars auf der Seite des Worldwide Photowalk

Worldwide Photowalk

Denjenigen von Euch, die vom Format des Worldwide Photowalks gerade zum ersten Mal hören, möchten wir die Eckpunkte kurz zusammenfassen: Am 05. Oktober treffen sich weltweit Gleichgesinnte, um sich auf einen fotografischen Streifzug durch eine von vielen Städten zu begeben. Während des Walks besteht die Gelegenheit, eine Stadt zu erfahren und Gleichgesinnte kennen zu lernen. Darüber hinaus organisiert KelbyOne unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Fotowettbewerb mit einer Vielzahl von Preisen. Details zu Veranstaltungsformat und Wettbewerb findet Ihr auf den verlinkten Seiten.

Natürlich finden die Walks nicht „einfach so“ statt. Vielmehr leiten motivierte Locals die verschiedenen Walks an. Und an dieser Stelle kommt der UniFotoClub ins Spiel. Um Darmstädter Fotobegeisterten die Teilnahme an einem Walk vor Ort zu ermöglichen, hatten wir uns um die Ausrichtung des Darmstädter Ablegers beworben. Die Bewerbung war erfolgreich, sodass wir nun einen Walk durch Darmstadt organisieren! Für die Organisation ergeht – wie immer – die herzliche Einladung, Euch konstruktiv einzubringen!

Ablauf

Am 05. Oktober begeben wir uns also mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf einen Streifzug durch die Darmstädter Innenstadt. Dabei liegen auf unserer Route das eine oder andere Darmstädter Alleinstellungsmerkmal und die eine oder andere Darmstädter Kuriosität. Beispiele sind:

  • Georg-Büchner-Platz
  • Einhornbrunnen
  • Kapellplatz
  • Jugendstilbad
  • Hinkelsturm
  • Datterichbrunnen
  • Freiluft-Rolltreppe am Kleinschmidt-Steg
  • Marktplatz mit Wochenmarkt
  • Schloss und Schlossgraben
  • Karolinenplatz

Wir treffen uns um 09:30 Uhr an der Plastik „Grande Disco“ (die große drehbare Metallscheibe) am östlichen Ende des Georg-Büchner-Platzes. Unser Treffpunkt ist sowohl zu Fuß, per Rad, mit den Öffis als auch per Auto gut zu erreichen:

  • Anfahrt zu Fuß/per Rad: Ihr kennt Euch in Darmstadt sicher bestens aus 😉
  • Anfahrt mit den Öffis: An der Haltestelle Luisenplatz aussteigen, von dort die Wilhelminenstraße in Richtung Kuppelkirche St. Ludwig laufen.
  • Anfahrt mit dem Auto: Nahegelegene Parkmöglichkeiten gibt es sowohl am Marienplatz als auch in der Theatergarage in großer Zahl. Beide Möglichkeiten sind kostenpflichtig – der Marienplatz ist preiswerter als die Theatergarage.

Die Route ist mit etwa 2.5 Kilometern bewusst kurz in rein ebenem Gelände gehalten. Die reine Gehzeit liegt selbst bei gemütlichem Tempo unter 45 Minuten. So bleibt uns bei etwa 3 Stunden Zeitfenster genug Zeit, um unsere Kameras in der Praxis einzusetzen!

Auf 13:00 Uhr reservieren wir für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer Plätze beim örtlichen Grill-/Burgerlokal. Eine dringende Bitte: Falls Ihr schon jetzt wisst, dass Ihr nach dem Walk leider nicht am gemeinsamen Ausklang teilnehmen könnt, gebt bitte nach Eurer Anmeldung Bescheid! Ihr ermöglicht damit eine genauere Planung und erspart uns ggf. Ärger mit unserem Wirt 😉

Getreu dem Motto „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.“ planen wir, den Walk bei jeder Witterung durchzuführen. Nur wenn sich die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes für den 05. Oktober häufen, disponieren wir spontan um. In diesem Fall werden Planänderungen kurzfristig bekannt gegeben.

Ausrüstung

Für unseren Streifzug bedarf es der üblichen Fotoausflugausrüstung. Neben Kamera (egal welcher Typ und welche Vorerfahrung: ob Smartphone, Spiegellose oder DSLR – alle sind willkommen!), vollen Akkus und leeren Speicherkarten ist Ausreichend zu trinken und ein kleiner Snack für zwischendurch hilfreich. Wer hat, ist gerne eingeladen Stativ, Filter und sonstige Erweiterungen mitzubringen! Denkt im Fall von Regen an Ausstattung, um Eure Kamera trocken zu halten. Ein Regenschirm kann da schon Wunder wirken. Da wir uns während unserer Tour in der Innenstadt aufhalten, sind Drohnen sind nicht gestattet! 😉

Anmeldung

Die Anmeldung für den Walk erfolgt direkt über die hier verlinkte Seite des Worldwide Photowalks. Die Teilnahme ist kostenlos. Abweichend zu unseren sonstigen Veranstaltungen ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Wartet mit Eurer Anmeldung deshalb nicht zu lange! 😉

Ergebnisse Freies Fotografieren: Reflexion

Am Mittwoch den 14.08.2019 fand eine weitere Ausgabe des Formats: ‚Freies Fotografieren statt — diesmal zum Thema Reflexion. Die Ergebnisse findet ihr hier:

Vorschau(öffnet in neuem Tab)

Ergebnisse Workshop: Lichtsetup, Posing und Kommunikation

Der Workshop zum Thema ‚ Lichtsetup, Posing und Kommunikation‘ am 27.07.2019 wurde von Viviane und Fabian vorbereitet und gehalten. Ziel des Workshops war es  den Teilnehmenden einen Eindruck zu geben, wie man ein Model durch Wahl von Licht und Pose in Szene setzen kann, um so stimmungsvolle Bilder zu erzeugen. Der Workshop war dabei interaktiv aufgebaut und Theorie und Praxis eng miteinander verbunden. Nach kurzen theoretischen Inputs unteranderem folgten jeweils praktische Einheiten, bei denen das Gelernte jeweils immer direkt umgesetzt wurden konnten.

Angefangen bei einem ‚Basic One Light Setup‘ bestehend aus Blitz, Schirm und Lampenstativ. Anhand diesen Setups wurden die Grundlagen des entfesselnden Blitzens erläutert: wie man Blitzpower, Blende und Belichtungszeit so wählt um die gewünschte Belichtung zu erhalten. Außerdem bot der Workshop die Möglichkeit zahlreiche Lichtformer wie Schirme (verschiedener Größe), Softboxen oder Reflektoren auszuprobieren und den Einfluss von Nähe / Distanz und Position der Lichtquellen festzustellen und für die eigenen Bildideen gezielt zu nutzen.

Es folgte anschließend ein kurzer Input zum Thema Modelkommunikation, und schließlich eine ausführliche Einführung in das Thema Posing — angefangen mit Faktoren die bereits bei der Kamera beginnen (Perspektive, Brennweite, Crop), über die richtige Haltung, bis hin zu wie man Posen besonders maskulin oder feminin wirken lässt. Dabei sollten die Teilnehmenden stets die Posen an sich ausprobieren und selbst ein mal Model stehen und überlegen wie man Posen maskuliner oder femininer wirken lassen kann.

Der letzte Teil des Workshops befasste sich damit Emotionen zu erzeugen mit Ausdruck und Licht. Dabei wurde sowohl auf die 5 Basisemotionen, als auch auf die 6 Urgebärden eingegangen — bevor die Teilnehmer schließlich die Möglichkeit hatten, diese in Bildern festzuhalten.

Lessons Learned

  • Selbst mit einfachen Mitteln (einem Licht und einem Lichtformer) lassen sich stimmungsvolle Bilder erzeugen
  • Die Kommunikation mit dem Model ist ein zentrales Element während des Shooting – der Fotograf sollte seine Intentionen stets klar mit dem Model kommunizieren
  • Posing beginnt bereits in der Kamera
  • Es hilft, immer die Frage nach der Wirkung einer Pose zu stellen und mit anschließend herumzuexperimentieren
  • Emotionen und eine imaginäres Setting / eine Hintergrundgeschichte zur Bildidee können beim Posing Prozess unterstützen