Ergebnisse Landschaftsworkshop

Der Workshop im April stand dieses mal ganz im Zeichen der Landschaftsfotografie und fand dabei in Theorie & Praxis statt.  Am 24.04 trafen sich daher alle Teilnehmer zunächst für einen theoretischen Workshop, bei dem es eine kurze Einführung zum Thema Landschaftsfotografie gab. Am darauf folgendem Samstag dem 27.04 trafen sich die Teilnehmer dann an den Eberstädter Streuobstwiesen um das Gelernte in der Praxis umzusetzen. 

Theorie Workshop (24.04.2019)

Der Theorie Workshop stand unter der Leitfrage:

Leitfragen des Workshops

1. Planung: Location, Licht & Witterung

Der Weg zu einem guten Landschaftsfoto beginnt bei der vorsichtigen Planung: Der Auswahl der Location und der Berücksichtigung von Sonnenstand & Witterung. Dabei helfen zahlreiche wie zB. Google Photospheres zum virtuellen Location Scouting, eine App zur Ermittlung des Sonnenstandes (SunCalc) und natürlich eine Wetter App.

2. Komposition

Erst einmal an der Location angekommen geht es auf Motivsuche – hier ist die Komposition (beispielsweise ein klares Subjekt, ins Bild führende Linien und ein spannender Vordergrund) von hoher Wichtigkeit. Es kann hilfreich sein neben dem klassischen 3:2 Format auch bereits in anderen Formaten wie beispielsweise 1:1, 5:4 oder gar einem Panorama Format zu denken. 

3. Aufnahmeparameter

Nachdem man sein Motiv inklusive einer zufriedenstellender Komposition gefunden hat geht es an die eigentliche Aufnahme. Landschaften fotografieren bedeutet hier in der Regel das schärfste Bild mit dem größtmöglichen Dynamikumfang aufzunehmen.

Im Idealfall hat man dafür ein Stativ zur Hand, denn so kann man eine entsprechend kleine Blende f8-f13 wählen und bei Bedarf mehrere Belichtungen mittels Bracketing machen.

Doch was ist denn überhaupt die richtige Belichtung? In der Landschaftsfotografie sollte man so viel Licht wie möglich auf den Sensor lassen ohne die hellen Bereiche überzubelichten, denn nur so fängt die Kamera maximal viele Informationen ein, die später in der Raw Bearbeitung verwendet werden können. Bei Szenen mit besonders hohem Dynamikumfang sollten möglichst 2 Belichtungen gemacht werden, die entsprechend versuchen Details im Vordergrund bzw. dem Himmel einzufangen – diese können später mittels HDR oder manuell in Photoshop kombiniert werden. 

Für besonders kreative lohnt sich der Einsatz von Filtern, wie beispielsweise einem Graufilter zur Verlängerung der Belichtungszeit oder ein Polfilter zum entfernen störender Reflektionen.

4. Bearbeitung

Bei der Bearbeitung gibt es in der Landschaftsfotografie viele Freiheiten. Angefangen bei kleinen Korrekturen, insbesondere in der Belichtung, bis hin zu artistischen Maßnahmen, wie dem Austausch des Himmels oder einer Schwarz-Weiß Konvertierung. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.

Ein Standardworkflow umfasst beispielsweise die folgenden Schritte:

  1. Standard Raw Bearbeitung (Belichtung, Kontraste, Weißabgleich)
  2. Entfernen von Sensorflecken / störenden Elementen
  3. Lokale Helligkeitsanpassungen / Exposure Blending
  4. Tonale Kontraste
  5. Hochpass Schärfung
  6. Blicksteuerung via Dodge and Burn
  7. (Anpassen des Bildausschnittes)


Praxis Workshop (27.04.2019)

Mit viel theoretischem Wissen und zusätzlich schwerer Kameraausrüstung im Gepäck ging es für 7 Teilnehmer bei Wind und Wetter auf die Eberstädter Streuobstwiesen. Der Wetterbericht sprach von größtenteils bewölktem und regnerischen Wetter, versprach allerdings hin und wieder Lichtblicke. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt…

Nach einer 20 minütigen Wanderung erreichten wir den höchsten Punkt der Streuobstwiesen und es bat sich ein spektakulärer Blick auf die Wolken eines bevorstehenden Gewitters…

Blick auf das bevorstehende Gewitter

…was wenige Minuten später dann schließlich auch über uns hereinbrach.

Davon ließen wir uns natürlich nicht entmutigen – denn wie ein altes Sprichwort besagt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Nachdem das Gewitter über uns hinweggezogen war und wir alle bereits bis auf die Socken nass waren, war es Zeit wieder die Kameras auszupacken. Und so zeigte sich zunächst ein Regenbogen…

und weniger später erfreulicherweise gar die Sonne

Nun war schnelles Handeln angesagt, da die Sonne zu jederzeit wieder drohte hinter einer der Wolken zu verschwinden.

Kurz bevor die Sonne sich endgültig verabschiedete, kam sie erneut unter der Wolkendecke vor und es bat all jenen welche sich nicht vorzeitig verabschiedetet hatten den folgende Anblick:

Dramatischer Sonnenuntergang

Fazit & Lessons Learned

Am Ende hatten alle Teilnehmer (immer noch nass bis auf die Socken) ein paar zufriedenstellende Bilder im Kasten und außerdem einiges gelernt:

  1. Das Wetter kann sich jederzeit ändern (zum Guten als auch zum Schlechten) – die Hoffnung sollte man niemals komplett aufgeben
  2. Mehrere Belichtungen lohnen sich
  3. Wenn alles Grau ist, hilft vielleicht der Graufilter?!

Trotz des eher mäßigen Wetters war der Workshop eine Erfahrung die keiner so schnell vergessen wird. Hier die Stimme eines Teilnehmers: „Solange habe ich schon lange nicht mehr geduscht. War aber trotzdem geil.“ Finden wir auch.

Ergebnisse ‚Klein, aber oho‘

Miniatur Modelle lebensecht darzustellen war unser Ziel im März Workshop. In Kleingruppen haben wir an drei verschiedenen Setups mit unterschiedlichen Techniken gearbeitet. In diesem Beitrag findest Du die Ergebnisse sowie einige Erklärungen zum Herangehen.

Star Wars – Battle of Hoth at Night

Ziel war es aus einem Modell eines Snowspeeders und eines AT-AT eine Szene zu bauen, in der der Speeder in eine Schneelandschaft abgestürtzt ist und der AT-AT aus dem Hintergrund auf ihn zu kommt. Verwendet habe ich dafür:

  • Snowspeeder
  • AT-AT
  • dünnes, weißes Tuch als Landschaft
  • Zerknülltes Papier darunter um Hügel zu erzeugen
  • Schwarze Steine als Felsen und für starken Kontrast zum Weiß
  • Mehl als Schnee

Die Beleuchtung wurde durch verschiedene Blitze mit Farbfolien realisiert, unter dem „Kinn“ des Läufers klebt eine Schlüsselbund-Taschenlampe. Als Hintergrund dient die schwarze Seite eines Reflektors. Der „Schnee“ wurde zuerst draufgestreut und dann vom Speeder wieder etwas weggepustet.
Es schneien zu lassen habe ich auch versucht, ebenso wie mit Druckluft einen Schneesturm zu erzeugen, das hatte allerdings nicht den richtigen Effekt.

Nach Freistellen der einzelnen Ebenen habe ich noch einen Passenden Hintergrund, sowie Rauch und Nebel eingefügt. So ist das finale Ergebnis entstanden:

Anleitung zum Zusammenfügen von Wanderlicht- oder Offenblitzbildern

Wie man nachts draußen oder im verdunkelten Raum Autos (oder Miniatur Modelle) fotografiert und perfekt mit Licht in Szene setzt, haben wir beim Workshop in klein ausprobiert. Was man dazu braucht sind Kamera auf Stativ, Blitze oder Lichter und einen festen Bildausschnitt. Man erstellt mehrere Bilder, in denen man unterschiedliche Bereiche ausleuchtet. Wie man diese zusammenfügt zeigt die folgende Slideshow!

Wischeffekt mit Tablet als Hintergrund

Den Hintergrund wie im folgenden Bild mit dem roten Sportwagen erreicht man, indem man ein Bild (zweites Bild in der Galerie) auf einem Tablet im Hintergrund des zu fotografierenden Objektes durch das Bild zieht. Dabe muss man auf den richtigen Winkel und eine gleichmäßige Geschwindigkeit achten. Außerdem wurde das Auto in einer zweiten Aufnahme noch durch eine kleine Lichterkette von vorne beleuchtet und die Bilder anschließend im gleichen Verfahren wie beim Wanderlicht zusammengefügt. Wahlweise kann man dies auch mit weiteren Bildern machen und jeweils Details beleuchten und sehr beliebt ist auch das Arbeiten mit Masken in Photoshop, um einzelne Bereiche verschiedener Aufnahmen zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.

Zahlungserinnerung SoSe 2019

Auch wenn wir kürzlich erst den Beitrag für das vergangene Wintersemester erhoben haben, hat das neue Semester mit dem 01. April angefangen und somit wird der Beitrag für das Sommersemester 2019 fällig. An alle Mitglieder geht damit die Zahlungserinnerung raus. Bitte überweist Euren Mitgliedsbeitrag von 5€ für das jetzt gestartete Geschäftshalbjahr bis zum 30.04.2019 auf das Konto des UniFotoClub Darmstadt.

Wer zum neuen Semester einsteigen möchte, kann einfach den Mitgliedsantrag herunterladen, ausfüllen und beim nächsten Stammtisch oder Treffen einem der Vorstandsmitglieder in die Hand drücken. Dann werden 15€ Eintrittsgebühr und 5€ Mitgliedsbeitrag fällig.

Unser Konto:
Volksbank Darmstadt Südhessen eG
IBAN: DE24 5089 0000 0055 6766 07
BIC: GENODEF1VBD
Verwendungszweck: Vorname + Nachname + („Aufnahmegebühr“ +) „Mitgliedsbeitrag“

Wir freuen uns auf eine zügige Abwicklung und möchten uns bei allen Mitgliedern für das Vertrauen bedanken! Genauso möchten wir künftige Mitglieder willkommen heißen und alle dazu engagieren sich im Verein zu beteiligen und Ideen einzubringen!

Mitgliederversammlung 2019

Hallo liebe Mitglieder und bald Mitglieder,
im Mai steht wieder die jährliche Mitgliederversammlung an. Dazu haltet Euch bitte den Mittwoch, 08. Mai 2019, ab 20 Uhr frei (regulärer Stammtisch Termin).

Tagesordnungspunkte:

TOP1: Begrüßung
TOP2: Feststellung der Anwesenheit
TOP3: Feststellung eines Protokollanten
TOP4:
Geschäftsordnungsänderung

Die zu ändernden Punkte :

  • §2.1 Mitgliedsbeitrag: Es wird geändert, dass der Mitgliedsbeitrag bei Eintritt oder Beginn des Geschäftshalbjahres zu zahlen ist.

TOP5: Entlasten des Vereinsvorstandes
TOP6: Wahl des Vereinsvorstandes
TOP7: Diskussion und Festlegung der Vereinsziele
TOP8: Nächste Schritte Organisation, Struktur, Bekanntmachung
TOP9: Sonstiges

Ausschließlich Vereinsmitglieder sind auf der Mitgliederversammlung stimmberechtigt. Also denk daran noch rechtzeitig die Mitgliedschaft zu beantragen! Alles nötige dazu findest Du auf dieser Seite:
www.unifotoclub-darmstadt.de/2019/der-mitgliedschaftsantrag-ist-da

Wir bitten um zahlreiches Erscheinen und eine kurze Rückmeldung, ob Du dabei bist!

Dein Vorstand.