KulturTipp Kunsthalle Darmstadt

Heute gibt es mal wieder einen neuen Beitrag für die ‚Tipps & Tools‘-Kategorie 🙂 Dort werden immer mal wieder Tipps und Tricks gebloggt, schau doch einfach mal rein. Du hast auch einen Tipp, den Du mit uns teilen möchtest? Dann ab ins Kontaktformular und schreib uns Dein Thema.

Der heutige Tipp dreht sich rund um Kunst und Kultur. Neulich war ich das erste mal in der Kunsthalle Darmstadt, schon hundert mal dran vorbei gelaufen, denn es liegt auf dem Weg zur Uni, aber noch nie drin gewesen. Dort habe ich mir die Ausstellung Seismographien von Pavel Odvody angesehen, ein Künstler, der in Darmstadt lebt und im wahrsten Sinne des Wortes Lichtmalerei betreibt. Eine schöne Ausstellung mit tollen Ideen und Umsetzungen. Im Erdgeschoss läuft noch bis zum 11. Oktober 2015 dieAusstellung Exercise von John Gerrard.
Eine Ausstellung, die es sich meiner Meinung nach lohnt mal anzusehen, auf den ersten Blick wirkte sie auf mich recht stupide, man betritt einen abgedunkelten Saal in dem eine computeranimierte Person durch eine generierte Landschaft läuft – gewöhnungsbedürftig. Aber je länger ich mich dort aufgehalten habe, desto mehr habe ich mich damit beschäftigt.

Aber ich möchte an dieser Stelle keine Meinungen vorgeben, sondern würde jedem empfehlen sich selbst ein Bild zu machen und eventuell auch andere Ausstellungen zu besuchen.
Die Kunsthalle Darmstadt hat für Studenten nämlich ein besonders attraktives Angebot – der Eintritt ist frei. Es lohnt sich also auf jeden Fall dort mal rein zu schauen, vielleicht auch, wenn es nichts mit Fotografie zu tun hat, auch das hilft den eingenen Horizont zu erweitern.

Also dann, viel Spaß in der nächsten Ausstellung!

LinkTipp – Pinterest

Ich war dabei ein Shooting zu Planen und wollte mit dem Model Bildideen austauschen. Also bin ich bei 500px auf die Suche gegangen und hatte nach kurzer Zeit 12 Tabs auf und wollte ungern alle dieses Links extra schicken, da ist vorprogrammiert, dass die Übersicht verloren geht.

Ich hatte mal von diesem Pinterest gehört und dachte mir dann, warum das nicht mal ausprobieren. Das Prinzip ist denkbar einfach. Nachdem man sich über Facebook oder mit der eMail-Adresse kostenlos registriert hat, kann man virtuelle Pinnwände erstellen, auf die durch Link-Eingabe oder Datei-Upload Bilder gepinnt werden. Zudem kann man Themen favorisieren und bekommt aus seiner Startseite Bilder vorgeschlagen, die einem gefallen könnten.

Bei 500px und anderen Anbietern hat man die Möglichkeit direkt per Knopfdruck das entsprechende Bild an seine Pinnwand zu hängen. Dann einfach den Link zum Board an das Model schicken und diese hat eine schöne Übersicht, was man sich vorstellt.

Pinterest auf 500px

Wenn das Model selbst auch Pinterest hat, kann man es auch zur Pinnwand hinzufügen, somit können beide Bilder anheften und so entsteht ein Pool an Ideen.

Es gibt noch ein hilfreiches Tool, den Pinterest-Browserbutton, der in der Toolbar des Browsers erscheint. Egal, auf welcher Website man dann unterwegs ist, wird beim Betätigen eine Übersicht der anpinbaren Bilder gezeigt und das gewünschte kann man dann durch einen Klick auf die gewünschte Pinnwand bringen.

Also, Pinterest ist ein gutes Hilfsmittel, wenn man Shootings vorbereiten will oder auch einfach Ideen sammeln will, was man in einem nächsten Shooting ausprobieren möchte oder überhaupt man vor hat. Wenn man irgendwas sieht und denkt ’spitze, das will ich auch machen‘, einfach den Pinterest-Button drücken und ab auf die ‚Ideen‘-Wand!
Die Anmeldung geht schnell und kostet auch nichts, nach kurzer Einarbeitungszeit versteht man das Prinzip und eine App für alle gängigen Plattformen gibt es auch. Man bekommt hin und wieder eine eMail, die man aber auch problemlos abbestellen kann.

FilmTipp – Das Salz der Erde

Hallo Ihr Lieben,

vor einiger Zeit waren wir als FotoTreffen im UniKino beim Film Das Salz der Erde.

Es ist ein Dokumentarfilm über Sebastião Salgado, der nicht einfach über den in Brasilien geborenen Fotografen berichtet, sondern mit ihm. Im Wechsel sieht man ihn bei seiner sozialkritischen Arbeit und dann seine genialen Bilder, meisten schwarz-weißen Bilder, über die er, die Bilder betrachtend, berichtet. Nebenbei erhält der Zuschauer einen Einblick in das Leben des viel reisenden Fotografen und kann so den Sinneswandel, den er durchlebt, mitverfolgen.

Ein sehr sehenswerter Film, der nicht geeignet ist für einen heiteren Kinoabend, aber für Fotobegeisterte und ernste Filmabende auf jeden Fall ein Muss!

Tool: Daten Retten

In dieser Kategorie werden in Zukunft immer mal Tipps kundgetan und nützliche Tools vorgestellt:

Das erste Tool, was ich Euch vorstellen möchte hat mir neulich sehr geholfen. Ich war dabei meine Bilder von der CF Karte auf die Festplatte zu kopieren, als sich der Kartenleser aus unersichtlichen Gründen von alleine abmeldet.
Also wieder eingesteckt, aber der PC wollte die Karte nicht mehr lesen sondern formatieren. Davon war ich nicht begeistert, also erstmal am Laptop mit einem anderen Kartenleser probiert – selbe Fehlermeldung. Letzte Chance war die Kamera – aber auch die wollte keine Bilder mehr anzeigen.

Ich konnte die Bilder dieser Auftragsarbeit aber schlecht einfach so löschen, also googelte ich die Problematik und nach ein paar Beiträgen in einem Forum stieß ich auf das Tool PC INSPECTOR smart recovery, das Bilddateien verschiedener Formate von defekten Speichermedien wiederherstellen soll. Das Tool gibt es nur für Windows – kannst Du ein alternatives Tool für Mac oder Windows empfehlen?

Screenshot des PC INSPECTOR smart recovery
Screenshot des PC INSPECTOR smart recovery

Ich hatte nichts zu verlieren also downloadete und installierte ich mir die Freeware auf meinen PC. Das Programm ist denkbar einfach zu bedienen:

  • Laufwerk: Durch drücken des Pfeiles öffnet sich ein Drop-Down-Menü mit allen angeschlossenen Laufwerken eures Systems. Dort wird die defekte Karte ausgewählt. Gut lässt sich überprüfen, ob der richtige Buchstabe gewählt wurde, indem Medium und Kapazität gecheckt wird. Handelt es sich um das Wechselmedium und die Größe entspricht der eingestecken Karte, sollte alles korrekt sein.
  • Dateityp: Da ich mit meiner Nikon D300 im Nikon eigenen RAW-Format *.NEF fotografiere, habe ich dieses ausgewählt (nicht von den aufgeführten Kameras irritieren lassen).
    Bei der großen Palette der möglichen Bildformate sollte für jede Kamera die richtige Auswahlmöglichkeit dabei sein.
    .jpg | .tif | .amr | .bmp | .gif | Canon .crw | RICOH .raw | Fuji .raf | Olympus .orf (E-XX) | Olympus .orf (C5050) | Nokia 3gp |
    Kodak .dcr | Minolta .mrw | Nikon .nef (D1H/D1X) |
    Nikon .nef (D2H/D2X) | Nikon .nef (E5000/E5700) |
    Sigma – Foveon .x3f | mp4 | QuickTime mov (Konica Minolta)
  • Speicherort: Entweder wird hier ein Pfad eingetippt oder man nutzt den Button und landet im Explorer, in dem dann der Ordner ausgewählt werden kann, in dem die wiederhergestellten Bilder abgespeichert werden.

Nach einigen Sekunden poppte ein Fenster auf, um mir zu sagen, dass eine intensive Suche durchgeführt werden müsse. Da ich nicht abbrechen wollte, akzeptiere ich die Meldung mit ‚OK‘. Und dann hieß es abwarten und Tee trinken. Für 4GB brauchte das Tool knapp zwei Stunden, aber die Geduld zahlt sich aus. Am Ende waren etwa 70% der verloren geglaubten Dateien wieder auf meiner Festplatte. Und es kamen Bilder zum Vorschein, die ich schon Monate vorher gelöscht hatte.

Also wenn Euch so etwas auch mal passiert – nicht den Kopf hängen lassen und erstmal versuchen noch etwas zu retten.

Wann haben sich bei Dir das letzte mal die Tücken der Technik bemerkbar gemacht?