FotoTreffen ‚Schall und Rauch‘

Hallo Leute,

der April kommt mit einem sehr vielfältigen sowie spannenden Thema um die Ecke: Fotografieren mit Rauch! Der ursprüngliche Plan war eigentlich coole Portraits mit Rauchbomben zu machen, aber da diese unter das Pyrotechnik-Gesetz fallen, braucht man außerhalb von Silvester eigentlich eine Genehmigung  (wir können allerdings keinem Verbieten es trotzdem auf eigene Gefahr zu machen).

Aber es gibt noch ganz viele andere Möglichkeiten, das Thema kreativ umzusetzen. Daran versuchen werden wir uns am Donnerstag, den 08. März 2018, ab 19oo Uhr, Treffpunkt ist vor dem Staatstheater (von dort aus werden wir dann schauen, wo es hin geht).

Eine Möglichkeit sind Wunderkerzen, die haben einen tollen Effekt und man kann sie das ganze Jahr über abfackeln (erhältlich zum Beispiel im 1€-Laden/Tedi). Eine Möglichkeit wäre sowas:

http://photographytricks.com/trick-photography-special-effects-review/

Ein anderer Trick, den man eher mit Stahlwolle funktioniert, den man allerdings auch mal mit Wunderkerzen ausprobieren könnte, ist das Schleudern derer. Dabei fliegen die Funken und mit einer Langzeitbelichtung kann man damit sehr schöne Fotos machen. Dabei muss man aber sehr vorsichtig sein, um sich selbst und andere Personen nicht zu gefährden und nichts in Brand zu stecken.

Wer Bock hat, kann auch auf sowas zurückgreifen:

Wer lieber drin bleiben möchte, kann sich auch mit der Rauchentwicklung von Kerzen oder Streichhölzern beschäftigen:

Das waren jetzt mal einige Ideen, wer selbst noch was hat, kann das gerne vorschlagen und das benötigte Equipment mitbringen.

Wir würden uns über eine Rückmeldung freuen, ob Du am Donnerstag dabei bist!

Nachbesprechung ‚menschenleer‘

Hallo Leute!

bei unserem Treffen zum Thema ‚menschenleer‘ haben wir uns am Luisenplatz getroffen und wollten die Stadt so darstellen, wie man sie selten zu sehen bekommt – menschenleer. Aufgrund der Witterung waren schon relativ wenige Leute in der Stadt unterwegs und so wurde unser Job etwas erleichtert.

Um auf den Bildern keine Personen mehr sehen zu können, gab es zwei (ein halb) Taktiken:

  1. Sehr lange belichten, wodurch bewegende Objekte verschwimmen.
  2. Mehrere Bilder machen und dann übereinanderlegen.
  3. Beide Ansätze kombinieren.

Welche Taktik sich am Ende als effektiver herausstellt, wollen wir bei der Nachbesprechung herausfinden! Diese findet am Donnerstag, den 23.11.2017, um 19 Uhr in der Uni statt – Treffpunkt ist vor dem Karo5.

Wir freuen uns, wenn Du dabei bist und würden uns über eine kurze Rückmeldung freuen.


Top 5 Kompetenzen für Fotografen

Heutzutage ist jeder Fotograf, jedes Handy macht Fotos von hervorragender Qualität, digitale Kameras sind so günstig wie nie und somit ist das Medium Fotografie für fast jeden erschließbar.

Doch Foto ist nicht gleich Foto, denn nicht die Kamera macht die Bilder, sondern derjenige dahinter. Jede Kamera macht gute Fotos, doch ob ein gutes Bild entsteht hängt hauptsächlich davon ab, was die Person hinter dem Sucher macht. Bei der Kreation eines guten Fotos sind folgende Kompetenzen von besonderer Wichtigkeit:

  • Bildaufbau
  • Perspektive
  • Licht
  • Geduld & Glück
  • Technikverständnis

Dazu sei gesagt, dass diese Stichpunkte meine Ansicht widerspiegeln und auch die Reihenfolge meine Einschätzung der Relevanz berücksichtigt. Im Folgenden werde ich etwas weiter ausführen, wie ich zu dieser Meinung komme und was diese Punkte ausmacht.

Bildaufbau

Wer gute Bilder machen will, braucht ein Auge für seine Umgebung. Bewusst oder auch unbewusst sondiert man die Gegend nach geeigneten Motiven. Hat man eine Szenerie im Blick und zückt die Kamera, geht der Prozess der Bildgestaltung los.
Der meiner Meinung nach wichtigste Punkt ist der Bildaufbau. Der Bildaufbau bestimmt die Aufteilung des Bildes, das man durch den Sucher oder Bildschirm sieht. Bekannte Beispiele sind die Drittelregel und der goldene Schnitt. Ein guter Bildaufbau trägt maßgeblich dazu bei, ob ein Foto vom Betrachter als spannend und ansprechend angesehen wird.

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Der Bildaufbau entscheidet darüber, ob der Betrachter das Foto interessant findet oder nicht. Hier ist die Drittelregel recht gut nachzuverfolgen: Das Boden/Himmel-Verhältnis ist 1:2 und auch die Autolichter befinden sich im horizontalen Drittel.

Als Anfänger sollte man sich häufiger selbst kontrollieren, ob man den Bildaufbau genug wertschätzt. Mit der Zeit entsteht eine Routine und die Bildgestaltung wird intuitiv. Ein häufiger Anfängerfehler ist immer alles mittig zu platzieren, das gibt häufig eine sehr plumpe Bildwirkung.
Aber man solle auch auf keinen Fall immer mit aller Gewalt z.B. die Drittelregel anwenden. Auch ein zentral ausgerichtetes Bild kann durchaus seine Reize haben. Im Zweifel gilt: ausprobieren, mit der Zeit entwickelt jeder dafür einen Blick.

Perspektive

Der Mensch ist auf zwei Beinen unterwegs und zum Fotografieren hat man die Kamera im Normalfall vor dem Gesicht. Die meisten Fotos entstehen also aus eine Höhe von 1,50 m bis 2,00 m, je nach Körpergröße. Diese sind dann sehr authentisch, denn das ist ein Blick, den jeder so auch sieht. Gerade bei der Portrait-Fotografie ist das häufig gefragt. Ab und zu sollte man sich allerdings selbst daran erinnern, aber mal die Perspektive zu wechseln. Auch bei Portraits kann man sich mal von oben und unten an das Model annähern, dabei können auch sehr schöne Bilder entstehen. Die klassischen Beispiele sind dabei die Froschperspektive (von unten) und die Vogelperspektive (von oben).

Durch den Wechsel der Perspektive, indem man mit der Kamera auf den Boden geht oder von oben fotografiert, bildet man einen ungewöhnlichen Blickwinkel ab und zieht so das Interesse auf das Bild.

Häufig bietet sich die Froschperspektive an. Dadurch entsteht eine Tiefe und das Bild wird spannender. Gerade auf der Straße tritt dann die Rauheit der Straße und die Eigenschaft des Fahrbahnbelags in den Vordergrund. Manchmal muss man sich dann auf den Boden legen, häufig lohnt es sich aber!
Im Kontrast zur Froschperspektive steht die Vogelperspektive, die allerdings nicht immer realisierbar ist. Wenn man also von oben fotografieren möchte, sollte man eine Leiter mitbringen oder Treppen und Vorsprünge nutzen, manchmal hilft auch eine kleine Klettereinheit.
Kameras mit Klappbildschirm erleichtern hier das Leben eindeutig. So kann man die Kamera auf den Boden stellen oder in die Luft halten und den Bildschirm so ausrichten, dass man das Bild jederzeit kontrollieren kann.

Licht

Der Ursprung des Wortes Fotografie kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie zeichnen mit Licht. Ohne Licht gibt es keine Fotografie und gute Bilder entstehen nur dann, wenn die Beleuchtung passt. Helle Stellen lenken den Blick auf sich, dunkle Bereiche treten in den Hintergrund. Der Kontrast zwischen Hell und Dunkel sorgt für Dynamik im Foto und sollte den Blick durch das Bild lenken.

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Durch das gezielte Setzen von Licht sorgt man für Dynamik im Bild und lenkt das Auge auf das Hauptmotiv.

Arbeitet man mit Blitzen, kann man gezielt Licht und Akzente setzen. Dabei ist zu beachten aus welcher Richtung das künstliche Licht kommt und in welcher Härte. Schnell wirkt dann ein Bild unnatürlich und künstlich.
Bei der available light Fotografie nutzt man das vorhandene Licht und gestaltet den Bildausschnitt nach der vorgefundenen Szenerie. Wichtig ist, dass das Hauptmotiv nicht komplett im Dunkeln steht und andere Helle Bereiche das Auge auf sich lenken. Häufig eine schwierige Aufgabe.

Geduld und Glück

Es gibt jede Menge gestalterische Regeln, die man beachten sollte, einige davon sind uns beim Lesen über den Weg gelaufen. Aber der Bildaufbau, gewählte Perspektive und das Licht mögen noch so genial sein, manchmal gehört ein Quäntchen Glück dazu, damit ein gutes Bild entsteht.
Das kann man nicht beeinflussen, aber die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn man sich Zeit nimmt. Selten kann man Situationen erzwingen oder beeinflussen, Geduld zahlt sich meistens aus.

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Geduld und ein Hauch Glück sind häufig der Erfolgsschlüssel für ein gelungenes Bild.

Bevor man ein Foto macht ist es auch meistens sinnvoll die Szenerie zu beobachten. Wie schalten die Ampeln, wann fahren welche Autos in welche Richtungen, wie fahren die Bahnen… Und dann muss nur noch alles so passieren, wie man es sich vorstellt. Aber das kann man in den meisten Fällen nicht beeinflussen.
Neben dem aktuellen Geschehen ist auch der Zeitpunkt am Tag entscheidend. Es muss dunkel sein, damit lange Belichtungszeiten funktionieren. Dann darf es aber auch nicht zu spät sein, weil sonst nur noch wenige Autos fahren, also am besten den Berufsverkehr abpassen. Das geht dann auch schon wieder nur ab Oktober und dann wird es auch mal schnell unangenehm kalt. Alles Faktoren, die man nicht beeinflussen kann, aber mit etwas Glück kommt auch noch mal ein wärmerer Tag.

Technikverständnis

Der letzte Punkt dreht sich um die Technik. Für viele ist dieser einer der wichtigsten, denn häufig wird die Meinung vertreten, dass derjenige, der eine teure Kamera besitzt auch automatisch gute Bilder macht. Aber diese Meinung vertrete ich nicht, die vorangegangenen Punkte haben einen deutlich höheren Einfluss auf das Kreieren guter Fotos. Die Kamera ist nur das Werkzeug, um das Gesehene festzuhalten.

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Heutzutage machen eigentlich alle Kameras gute Bilder, da kommt es mehr darauf an, wie man das Bild aufbaut und weniger, mit wie vielen Megapixeln es aufgenommen wurde.

Ein Grundverständnis muss natürlich vorhanden sein, so muss man zum Beispiel wissen, wann man lange Belichtungszeiten braucht und wie diese mit der Blendeneinstellung zusammenhängen. Häufig hilft auch der Automatikmodus der Kamera gut aus.
Sofern aber das Grundverständnis vorhanden ist, kommt es hauptsächlich auf den Bildaufbau an und weniger auf die Kamera. Ob dann eine Spiegelreflexkamera, eine Systemkamera oder auch nur die Kompaktkamera zur Verfügung stehen, ist dann häufig nicht maßgebend.

Weiterführende Empfehlungen

Oft sieht man sich um und sehnt sich nach einer neuen Kamera, dabei sollte man öfter versuchen mit dem was da ist sein Ziel zu erreichen. Oft ist man erstaunt, wie gut es dann doch klappt.

Ein gutes Beispiel dafür, dass die Ausrüstung nicht der Garant für gute Bilder ist, liefern immer wieder die Kollegen von DigitalRev TV mit Ihrer „Pro Photographer, Cheap Camera“ Serie. Dort wird renommierten Fotografen eine billige Kamera in die Hand gedrückt und die haben dann die Aufgabe, damit zu fotografieren. Dabei kann man immer wieder staunen, welche Meisterwerke dabei entstehen.
Zugucken ist natürlich leicht, aber es gibt auch einige Tipps, wie man seine eigenen Blick schulen kann. Wenn man sein technisches Equipment begrenzt, kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Stichwort Festbrennweite hört man auch häufiger, wenn man sich im Internet umschaut. Unter anderem Benjamin Jaworskyj empfiehlt immer wieder vom Zoom Abstand zu nehmen. Er schlägt zum Beispiel vor, ein komplettes Jahr nur mit einer Festbrennweite zu fotografieren – man wird erstaunt sein, wie viel doch gut. Und gerade der Klassiker unter den Festbrennweiten, das 50mm f1.8, ist für um die 100€ zu bekommen.
Mein persönlich Lieblingstipp ist allerdings noch weiter von allem Technischen zurückzutreten und sich der analogen Fotografie zu bedienen. Häufig haben die Eltern noch Kameras, die man sich ausleihen kann. Aber auch schon ab 50€ bekommt man eine solide Kamera mit Festbrennweite dazu. Man muss sich überwinden, damit anzufangen, hat nur 36 Bilder pro Film und keine Möglichkeit, direkt das gemachte Bild zu überprüfen – aber genau das macht den Reiz aus!

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Fotografieren lernen ist nicht leicht, aber Übung hilft hier definitiv weiter! Also ab an die Kamera und neues ausprobieren.

Aber das muss jeder für sich herausfinden, da gibt es keinen garantierten Weg zum Erfolg. Wichtig ist: dranbleiben, rausgehen, fotografieren und dann schauen, was man besser machen kann und daran beim nächsten Mal arbeiten. Wie ist Euer vorgehen und wie schätzt Ihr die Reihenfolge der fünf Punkte oben ein, einverstanden oder kompletter Unsinn?

Ich hoffe, der Beitrag hat Dir gefallen, dann kannst Du ihn auch gerne mal deinen Freunden zeigen und darüber diskutieren.
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

FotoTreffen ‚Give me a second‘

Wie angekündigt haben wir uns am vergangen Donnerstag getroffen und uns dem Thema ‚Give me a second‘ gewidmet. Auch wenn das Thema nicht auf die Belichtungszeit von einer Sekunde begrenzt war war das Stativ denoch ein beliebtes Werkzeug unserer Fotografen.

„Bewaffnet“ mit unseren Kameras und den nötigen Hilfsmitteln trafen wir uns zunächst am Brunnen auf dem Marktplatz und zogen nach und nach durch die Innenstadt auf der Suche nach geeigneten Motiven. Die Resultate könnert ihr euch hier anschauen: