FotoTreffen ‚menschenleer‘

Hallo Leute!

Der November bringt frühe Dunkelheit und Tristheit mit sich – auf den ersten Blick ein Dämpfer für alle Fotografen… Aber nicht für uns! Wir passen uns einfach den Gegebenheiten an und erfreuen uns an langen Belichtungszeiten. Und genau die können wir für unser nächste Thema ‚menschenleer‘ brauchen. Aber was soll das überhaupt bedeuten und was hat das mit langen Belichtungszeiten zu tun?
Wir wollen die Innenstadt Darmstadts so ablichten, wie man sie nur selten oder sogar nie zu Gesicht bekommt – nämlich menschenleer. Und um das anzustellen gibt es zwei bekannte Möglichkeiten:

  1. Lange Belichtungszeiten: Wenn man etwas zu lange belichtet, verwischt die Bewegung eine Objekts, z.B. bei einem Portrait. Je länger man belichtet, desto mehr verschwindet die Bewegung und stille Gegenstände bleiben – perfekt also, wenn man eine Stadt ohne Menschen ablichten möchte.
    Ein Hilfsmittel, um mögliche Belichtungszeiten zu verlängern, stellt der Graufilter/Neutralfilter dar. Wer solch ein Ding noch zu Hause hat, kann es einfach mal mitbringen.
  2. Photoshop: Der Gedanke ist mehrere Fotos vom Stativ aus zu machen und in der Nachbearbeitung entweder manuell die Stellen auszutauschen, an denen gerade keine Person stand oder man nutzt automatisiert die Median Funktion.

Ein wichtiges Utensil wird das Stativ sein, denn man benötigt es für beide Techniken (wer keins hat, aber trotzdem gerne mitmachen möchte, kann sich bei uns melden, wir können sicher das ein oder andere verleihen).

Um die Stadt mal etwas anders abzulichten, treffen wir uns am Donnerstag, den 09.11.2017, um 19oo Uhr am Brunnen vor dem Luisencenter. Wir freuen uns über eine kurze Rückmeldung 🙂

Top 5 Kompetenzen für Fotografen

Heutzutage ist jeder Fotograf, jedes Handy macht Fotos von hervorragender Qualität, digitale Kameras sind so günstig wie nie und somit ist das Medium Fotografie für fast jeden erschließbar.

Doch Foto ist nicht gleich Foto, denn nicht die Kamera macht die Bilder, sondern derjenige dahinter. Jede Kamera macht gute Fotos, doch ob ein gutes Bild entsteht hängt hauptsächlich davon ab, was die Person hinter dem Sucher macht. Bei der Kreation eines guten Fotos sind folgende Kompetenzen von besonderer Wichtigkeit:

  • Bildaufbau
  • Perspektive
  • Licht
  • Geduld & Glück
  • Technikverständnis

Dazu sei gesagt, dass diese Stichpunkte meine Ansicht widerspiegeln und auch die Reihenfolge meine Einschätzung der Relevanz berücksichtigt. Im Folgenden werde ich etwas weiter ausführen, wie ich zu dieser Meinung komme und was diese Punkte ausmacht.

Bildaufbau

Wer gute Bilder machen will, braucht ein Auge für seine Umgebung. Bewusst oder auch unbewusst sondiert man die Gegend nach geeigneten Motiven. Hat man eine Szenerie im Blick und zückt die Kamera, geht der Prozess der Bildgestaltung los.
Der meiner Meinung nach wichtigste Punkt ist der Bildaufbau. Der Bildaufbau bestimmt die Aufteilung des Bildes, das man durch den Sucher oder Bildschirm sieht. Bekannte Beispiele sind die Drittelregel und der goldene Schnitt. Ein guter Bildaufbau trägt maßgeblich dazu bei, ob ein Foto vom Betrachter als spannend und ansprechend angesehen wird.

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Der Bildaufbau entscheidet darüber, ob der Betrachter das Foto interessant findet oder nicht. Hier ist die Drittelregel recht gut nachzuverfolgen: Das Boden/Himmel-Verhältnis ist 1:2 und auch die Autolichter befinden sich im horizontalen Drittel.

Als Anfänger sollte man sich häufiger selbst kontrollieren, ob man den Bildaufbau genug wertschätzt. Mit der Zeit entsteht eine Routine und die Bildgestaltung wird intuitiv. Ein häufiger Anfängerfehler ist immer alles mittig zu platzieren, das gibt häufig eine sehr plumpe Bildwirkung.
Aber man solle auch auf keinen Fall immer mit aller Gewalt z.B. die Drittelregel anwenden. Auch ein zentral ausgerichtetes Bild kann durchaus seine Reize haben. Im Zweifel gilt: ausprobieren, mit der Zeit entwickelt jeder dafür einen Blick.

Perspektive

Der Mensch ist auf zwei Beinen unterwegs und zum Fotografieren hat man die Kamera im Normalfall vor dem Gesicht. Die meisten Fotos entstehen also aus eine Höhe von 1,50 m bis 2,00 m, je nach Körpergröße. Diese sind dann sehr authentisch, denn das ist ein Blick, den jeder so auch sieht. Gerade bei der Portrait-Fotografie ist das häufig gefragt. Ab und zu sollte man sich allerdings selbst daran erinnern, aber mal die Perspektive zu wechseln. Auch bei Portraits kann man sich mal von oben und unten an das Model annähern, dabei können auch sehr schöne Bilder entstehen. Die klassischen Beispiele sind dabei die Froschperspektive (von unten) und die Vogelperspektive (von oben).

Durch den Wechsel der Perspektive, indem man mit der Kamera auf den Boden geht oder von oben fotografiert, bildet man einen ungewöhnlichen Blickwinkel ab und zieht so das Interesse auf das Bild.

Häufig bietet sich die Froschperspektive an. Dadurch entsteht eine Tiefe und das Bild wird spannender. Gerade auf der Straße tritt dann die Rauheit der Straße und die Eigenschaft des Fahrbahnbelags in den Vordergrund. Manchmal muss man sich dann auf den Boden legen, häufig lohnt es sich aber!
Im Kontrast zur Froschperspektive steht die Vogelperspektive, die allerdings nicht immer realisierbar ist. Wenn man also von oben fotografieren möchte, sollte man eine Leiter mitbringen oder Treppen und Vorsprünge nutzen, manchmal hilft auch eine kleine Klettereinheit.
Kameras mit Klappbildschirm erleichtern hier das Leben eindeutig. So kann man die Kamera auf den Boden stellen oder in die Luft halten und den Bildschirm so ausrichten, dass man das Bild jederzeit kontrollieren kann.

Licht

Der Ursprung des Wortes Fotografie kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie zeichnen mit Licht. Ohne Licht gibt es keine Fotografie und gute Bilder entstehen nur dann, wenn die Beleuchtung passt. Helle Stellen lenken den Blick auf sich, dunkle Bereiche treten in den Hintergrund. Der Kontrast zwischen Hell und Dunkel sorgt für Dynamik im Foto und sollte den Blick durch das Bild lenken.

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Durch das gezielte Setzen von Licht sorgt man für Dynamik im Bild und lenkt das Auge auf das Hauptmotiv.

Arbeitet man mit Blitzen, kann man gezielt Licht und Akzente setzen. Dabei ist zu beachten aus welcher Richtung das künstliche Licht kommt und in welcher Härte. Schnell wirkt dann ein Bild unnatürlich und künstlich.
Bei der available light Fotografie nutzt man das vorhandene Licht und gestaltet den Bildausschnitt nach der vorgefundenen Szenerie. Wichtig ist, dass das Hauptmotiv nicht komplett im Dunkeln steht und andere Helle Bereiche das Auge auf sich lenken. Häufig eine schwierige Aufgabe.

Geduld und Glück

Es gibt jede Menge gestalterische Regeln, die man beachten sollte, einige davon sind uns beim Lesen über den Weg gelaufen. Aber der Bildaufbau, gewählte Perspektive und das Licht mögen noch so genial sein, manchmal gehört ein Quäntchen Glück dazu, damit ein gutes Bild entsteht.
Das kann man nicht beeinflussen, aber die Wahrscheinlichkeit steigt, wenn man sich Zeit nimmt. Selten kann man Situationen erzwingen oder beeinflussen, Geduld zahlt sich meistens aus.

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Geduld und ein Hauch Glück sind häufig der Erfolgsschlüssel für ein gelungenes Bild.

Bevor man ein Foto macht ist es auch meistens sinnvoll die Szenerie zu beobachten. Wie schalten die Ampeln, wann fahren welche Autos in welche Richtungen, wie fahren die Bahnen… Und dann muss nur noch alles so passieren, wie man es sich vorstellt. Aber das kann man in den meisten Fällen nicht beeinflussen.
Neben dem aktuellen Geschehen ist auch der Zeitpunkt am Tag entscheidend. Es muss dunkel sein, damit lange Belichtungszeiten funktionieren. Dann darf es aber auch nicht zu spät sein, weil sonst nur noch wenige Autos fahren, also am besten den Berufsverkehr abpassen. Das geht dann auch schon wieder nur ab Oktober und dann wird es auch mal schnell unangenehm kalt. Alles Faktoren, die man nicht beeinflussen kann, aber mit etwas Glück kommt auch noch mal ein wärmerer Tag.

Technikverständnis

Der letzte Punkt dreht sich um die Technik. Für viele ist dieser einer der wichtigsten, denn häufig wird die Meinung vertreten, dass derjenige, der eine teure Kamera besitzt auch automatisch gute Bilder macht. Aber diese Meinung vertrete ich nicht, die vorangegangenen Punkte haben einen deutlich höheren Einfluss auf das Kreieren guter Fotos. Die Kamera ist nur das Werkzeug, um das Gesehene festzuhalten.

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Heutzutage machen eigentlich alle Kameras gute Bilder, da kommt es mehr darauf an, wie man das Bild aufbaut und weniger, mit wie vielen Megapixeln es aufgenommen wurde.

Ein Grundverständnis muss natürlich vorhanden sein, so muss man zum Beispiel wissen, wann man lange Belichtungszeiten braucht und wie diese mit der Blendeneinstellung zusammenhängen. Häufig hilft auch der Automatikmodus der Kamera gut aus.
Sofern aber das Grundverständnis vorhanden ist, kommt es hauptsächlich auf den Bildaufbau an und weniger auf die Kamera. Ob dann eine Spiegelreflexkamera, eine Systemkamera oder auch nur die Kompaktkamera zur Verfügung stehen, ist dann häufig nicht maßgebend.

Weiterführende Empfehlungen

Oft sieht man sich um und sehnt sich nach einer neuen Kamera, dabei sollte man öfter versuchen mit dem was da ist sein Ziel zu erreichen. Oft ist man erstaunt, wie gut es dann doch klappt.

Ein gutes Beispiel dafür, dass die Ausrüstung nicht der Garant für gute Bilder ist, liefern immer wieder die Kollegen von DigitalRev TV mit Ihrer „Pro Photographer, Cheap Camera“ Serie. Dort wird renommierten Fotografen eine billige Kamera in die Hand gedrückt und die haben dann die Aufgabe, damit zu fotografieren. Dabei kann man immer wieder staunen, welche Meisterwerke dabei entstehen.
Zugucken ist natürlich leicht, aber es gibt auch einige Tipps, wie man seine eigenen Blick schulen kann. Wenn man sein technisches Equipment begrenzt, kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren. Das Stichwort Festbrennweite hört man auch häufiger, wenn man sich im Internet umschaut. Unter anderem Benjamin Jaworskyj empfiehlt immer wieder vom Zoom Abstand zu nehmen. Er schlägt zum Beispiel vor, ein komplettes Jahr nur mit einer Festbrennweite zu fotografieren – man wird erstaunt sein, wie viel doch gut. Und gerade der Klassiker unter den Festbrennweiten, das 50mm f1.8, ist für um die 100€ zu bekommen.
Mein persönlich Lieblingstipp ist allerdings noch weiter von allem Technischen zurückzutreten und sich der analogen Fotografie zu bedienen. Häufig haben die Eltern noch Kameras, die man sich ausleihen kann. Aber auch schon ab 50€ bekommt man eine solide Kamera mit Festbrennweite dazu. Man muss sich überwinden, damit anzufangen, hat nur 36 Bilder pro Film und keine Möglichkeit, direkt das gemachte Bild zu überprüfen – aber genau das macht den Reiz aus!

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Fotografieren lernen ist nicht leicht, aber Übung hilft hier definitiv weiter! Also ab an die Kamera und neues ausprobieren.

Aber das muss jeder für sich herausfinden, da gibt es keinen garantierten Weg zum Erfolg. Wichtig ist: dranbleiben, rausgehen, fotografieren und dann schauen, was man besser machen kann und daran beim nächsten Mal arbeiten. Wie ist Euer vorgehen und wie schätzt Ihr die Reihenfolge der fünf Punkte oben ein, einverstanden oder kompletter Unsinn?

Ich hoffe, der Beitrag hat Dir gefallen, dann kannst Du ihn auch gerne mal deinen Freunden zeigen und darüber diskutieren.
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal!

Photokina 2016

Alle zwei Jahre findet in Köln die weltweit bedeutendste Messe für Fotografie statt. Dieses Jahr hieß es zwischen 20. und 25. September wieder: Tore auf für jedermann, ob Foto-Interessiert, Profi-Fotograf oder Presse.

Die Messe bietet jede Menge technische Neuheiten von Herstellern aus aller Welt, die meistens vor Ort auch ausprobiert und getestet werden können. Auf diversen Bühnen gibt es regelmäßig Veranstaltungen und Vorträge von mehr oder weniger bekannten Fotografen und Kreativen. Zwischendrin gibt es immer wieder Foto-Ausstellungen, in denen die Sieger-Bilder von Wettbewerben ausgestellt sind und bewundert werden dürfen.

Für Studenten kostet ein Ticket je nach Tag zwischen 8€ und 10€. Zusätzlich muss man natürlich noch nach Köln kommen, in der Regel gibt es aber dafür auch günstige Möglichkeiten über Fernbusse und Mitfahrgelegenheiten.

Für diesen Preis wird aber auch einiges geboten:

  • Technik-Neuheiten:
    Alles, was Rang und Namen hat ist auf der Photokina. Und Alle bringen das Neueste und Beste mit.
    Die Besucher der Photokina dürfen dann die Technik testen und unter die Lupe nehmen. Nikon, Canon und co bieten verschiedene Kameras und Objektive direkt zum Testen, andere Firmen, wie Sigma und Hasselblad, lassen ihre Technik lieber in Glasvitrinen. Kleinere Firmen, wie zum Beispiel Lensbaby, leihen auch gerne mal Objektive zum Herumlaufen und Testen aus.

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  • Vorträge:
    Überall gibt es Bühnen und selbst an manchen Ständen werden den Besuchern der Photokina Vorträge über Fotografie und Bildbearbeitung geboten. Vermehrt an den Ständen der großen Hersteller sind auch Fotografen mit Rang und Namen zu finden. Diese stellen dann das neueste Topmodell des entsprechenden Herstellers vor – und erhalten dabei meistens Unterstützung von hübschen Models. Aber auch Bildbearbeitung kommt nicht zu kurz, manche kombinieren sogar beides in ihren Vorträgen.

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  • Ausstellungen:
    Wer sich dem Trubel etwas entziehen möchte, kann durch die Ausstellungen schlendern, die immer wieder zwischen Ständen auftauchen. Meistens werden die besten Einreichungen von Fotowettbewerben ausgestellt und dementsprechend ist die Qualität der gebotenen Bilder hoch. Für jeden ist etwas dabei: von Landschaft über Portrait bis zu Produktfotografie.

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Die Photokina bietet für alle, die Interesse an Fotografie haben und gerne über alles rund um das Thema informiert sein möchten, eine große Plattform. Ein Tag auf der Messe ist zwar lang, aber man hat jede Menge Spaß und bekommt Neues gezeigt und darf es meistens auch direkt ausprobieren.

Wer Bock bekommen hat, muss sich jetzt leider wieder zwei Jahre gedulden: die nächste Messe ist 2018, wieder vom 20. – 25. September, in Köln.
Als Alternative in Darmstadt gibt es vom 11. bis 13. November 2016 die Multimediale, die im Darmstadtium stattfindet. Dort sind auch einige Kamerahersteller vertreten, es werden Vorträge und Workshops gehalten und es gibt jedes Jahr einen FotoWettbewerb, bei dem jeder mitmachen kann! Noch bis zum 15. Oktober kann dort eine Einreichung zum Thema „Bewegung!“ gemacht werden, es gibt Preis im Wert von  7.500€.

Wer Lust hat noch fix am FotoWettbewerb mitzumachen, kann sich gerne mal melden, vielleicht können wir ja auch was zusammen auf die Beine stellen. Auf jeden Fall können wir zusammen mit dem UniFotoClub über die Messe schlendern!

Beste Grüße und bis demnächst!