Stammtisch – Theorie Workshop Landschaftsfotografie

24. April 2019 20:00 23:00

Am 24.04.2019 gibt es eine Einführung in die Landschaftsfotografie mit Tipps und Tricks für den Landschaftsfotografie-Workshop am darauffolgenden Samstag (27.04.2019).

Hochschulgruppe UniFotoClub Darmstadt e.V.

www.unifotoclub-darmstadt.de

S1|03 161

Hochschulstraße 1
Darmstadt, Hessen 64289 Deutschland
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Workshop Klein, aber oho

Das Thema für März ist Miniatur – „Klein, aber oho“. Der Workshop findet am Samstag, den 30.03.2019, um 10:00 Uhr im Alten Hauptgebäude, S1|03 Raum 12 statt. Fotografiert wird alles was kleiner als das Original ist, insbesondere Modellautos, -flugzeuge, -züge etc.

Da dies das erste mal ist, dass wir soetwas machen werden wir uns zu Beginn gemeinsam die wichtigsten Fragen erarbeiten und dann loslegen. Auf welche Art der Miniaturfotografie es genau hinausläuft ist noch offen und es können (je nach benötigtem Licht) natürlich verschieden Gruppen verschiedenes Fotografieren. Möglichkeiten sind:

Miniatur als solche darstellen (Produktfotografie):

Miniatur möglichst realistisch darstellen (evt. durch Langzeitbelichtungen):

Miniaturen und reale Objete mischen (surreale Szenen):

Mitbringen solltest Du (bzw. jemand aus einer Gruppe):

  • Modelle & Zubehör zum Fotografieren
  • Kamera
  • Stativ
  • Blitz
  • Fernauslöser
  • Hintergründe
  • Diverse Taschenlampen (nicht zu hell – Schlüsselbundlampen) für’s Lichtmalen
  • Farbfolien

Wenn Du teilnehmen willst, melde Dich bitte bis zum 27.03.2019 und teile uns beim Stammtisch deine Ideen und was Du mitbringen kannst mit.

Rückblick zum Workshop „Analoge Fotografie“

Die Flut an Bildern, die heutzutage gemacht werden, reißt einen mit, wie ein tosender Strom unzähliger verschiedener Eindrücke, die man unmöglich alle auf sich wirken lassen kann. Innerhalb von Sekunden entsteht ein digitales Bild und ist über das World Wide Web mit der ganzen Welt geteilt. Im Februar haben wir einen Rückblick in längst vergangene Zeiten der Fotografie gewagt und gelernt, welch entschleunigende Wirkung die analoge Fotografie haben kann. Der Workshop fand in der Dunkelkammer des Fotoclub Darmstadt (www.fotoclub-darmstadt.de) statt, die sie uns freundlicherweise unter Aufsicht und Anleitung eines Mitgliedes, das auch in unserer Hochschulgruppe mitmischt, zur Verfügung gestellt hatte. An drei Tagen gab es eine Menge Input mit einem geringen, aber dadurch sehr lohnenswerten Output als Belohnung.


Im ersten Teil wurden den Teilnehmern die Grundlagen vermittelt, also alles von der Herkunft des Wortes Fotografie – vom altgriechischen photós „Licht“ und graphein „zeichnen“, also in etwa „Zeichnen mit Licht“ – über die fotochemische Reaktion, die ersten aufgenommenen Bilder und verschiedene Kameras. Weiterhin wurde das Einlegen eines Films – wir beschränkten uns in diesem Workshop der Einfachheit halber alle auf den gleichen 35mm-Film (Fomapan 100) – in die verschiedenen Kameramodelle gezeigt und geübt. Für die kommende Woche hieß es dann, Motive suchen, Belichtung checken, Kamera einstellen, Ausschnitt wählen und warten. Gerade das Warten auf die Ergebnisse erzeugt eine Spannung, die einen auch dazu bringt, sich mehr Gedanken beim Schießen der Bilder zu machen, schließlich will man nicht den kostbaren Film mit lauter unscharfen, falsch belichtete oder uninteressanten Bilder füllen.


Im zweiten Teil haben wir dann das Entwickeln des Films besprochen und ausprobiert. Zuerst musste der belichtete Film in der Kamera zurückgespult werden. Das bedeutet, der Film muss zurück in die Filmrolle, wo er vor Licht geschützt ist, wenn er aus der Kamera genommen wird. Zum Entwickeln der Filme müssen diese wiederum in eine Spule eingespult werden, die in eine lichtdichte Entwicklungsdose gesetzt wird. Dieser Vorgang muss im Dunkeln von Statten gehen, da der Film immer noch lichtempfindlich ist. Mit einem Testfilm haben wir zunächst einige Male im Tageslicht das Einspulen geübt, anschließend noch ein paar Mal mit verschlossenen Augen und schlussendlich mit den belichteten Filmen in der Dunkelkammer. Ganz leicht ist das nicht, aber mit ein bisschen Übung haben wir es alle gut hinbekommen.

Die eingespulten und in die Dose gesetzten Filme dürfen dann wieder ans Licht. Zunächst wird nun die Entwicklerflüssigkeit in die Dose gegeben, die das latente Bild auf dem Film sichtbar macht. Hierbei ist auf die richtige Zeit und Temperatur zu achten, die sich jeweils nach dem benutzen Film richten. Außerdem gibt es einen Kipprhythmus, in dem die Dose gedreht werden muss, damit der komplette Film mit Entwicklerflüssigkeit benetzt wird und sich keine Luftblasen an ihm festsetzen. Nach dem Ablauf der Zeit muss der Entwicklungsprozess gestoppt werden. Die Entwicklerflüssigkeit wird in eine Chemieflasche gekippt und muss fachgerecht entsorgt werden, die Entwicklungsdose wird mit Wasser gefüllt um die Reste des Entwicklers vom Film zu spülen. Anschließend wird ein Fixierer in die Dose gefüllt, der die restlichen lichtempfindlichen „Körner“ vom Film spült. Nach dem gleichen Prinzip wie beim Entwickeln wird der Film ca. vier Minuten fixiert (hier sollten die Herstellerangaben des Fixierers beachtet werden). Den Fixierer kann man mehrmals verwenden. Der Film ist nun nicht mehr lichtempfindlich und kann aus der Dose genommen werden. Im letzten Schritt wird der Film gewässert und damit archivfest gemacht. Dies kann in der Dose passieren oder indem man die Spule unter fließendes Wasser hält. Der fertig entwickelte Film wird zum Trocknen mit Hilfe von Klammern aufgehängt.


Im Dritten Teil des Workshops haben wir die entwickelten Negative in kürzere Streifen aufgeteilt und in Negativhüllen sortiert. Schreibt man sich die Daten zum Film und zur Entwicklung auf den Rand, kann man Negative mit anderen Filmen vergleichen und den Entwicklungsprozess besser verstehen.

Bevor wir nun zu den Abzügen der Bilder kamen, haben wir einen Kontaktabzug des gesamten Films erstellt. Dabei werden alle Negative direkt auf ein Fotopapier gelegt und belichtet. Anhand der kleinen Positive kann man dann Bilder auswählen, von denen man große Abzüge machen möchte.

Die Abzüge werden mit Hilfe eines Vergrößerers gemacht, der vereinfacht aus einer Lampe und einer Linse zwischen die das Negativ gelegt wird. Durch den Abstand zum Boden (Grundplatte) kann man nun die Größe des Positivs auswählen. Hat man eine Auswahl getroffen legt man das Negativ in den Negativhalter des Vergrößerers ein und fertigt einen Teststreifen an. Dazu schneidet man ein Blatt des fotoempfindlichen Papiers in Streifen und belichtet ihn mit unterschiedlichen Zeiten, um die richtige Entwicklungszeit für das Positiv herauszufinden. Am besten wählt man Bereiche mit dunklen und hellen Stellen, um sicherzustellen, dass sowohl Schatten, als auch Lichter richtig ausbelichtet werden. Das belichtete Fotopapier wird ähnlich wie der belichtete Film, allerdings in Schalen, zuerst in einen Entwickler gelegt, anschließend zwischengewässert und zum Schluss fixiert. Auch hier sind, je nach Papier und Chemikalien, bestimmte Zeiten einzuhalten und man achtet darauf, dass das gesamte Papier benetzt wird. Hat man die richtigen Einstellungen zur Belichtung gefunden wird ein ganzes Fotopapier unter den Vergrößerer gelegt, die richtigen Einstellungen eingestellt, das Papier ausbelichtet und anschließend in der Fotochemie entwickelt und fixiert. Das fixierte Bild wird anschließende ca. 10min gewässert und getrocknet. Fertig sind die Abzüge und damit die Belohnung für die Arbeit.

Wer sich gerne weiter mit dem Thema beschäftigen will ist herzliche bei uns willkommen. Weiterhin gibt es zum Beispiel hier viele Informationen zum Entwickeln eines S/W-Films und zur analogen Fotografie: https://analoge-fotografie.net/selbst-entwickeln/sw-film/ Außerdem möchten wir noch ein etwas älteres Buch empfehlen, in dem viele allgemeine Informationen zur Fotografie zu finden sind, aber auch einiges zur analogen Fotografie. Man findet dies gebraucht für sehr wenig Geld in den bekannten Anlaufstellen. (Hedgecoes Fotohandbuch, Hallwag Verlag)

Jahresrückblick 2018 und Vorschau auf 2019

Wow, schon wieder ein Jahr vorbei und im UniFotoClub ist einiges passiert! Lasst uns gemeinsam einen Jahresrückblick auf 2018 wagen.
Jahresrückblick 2018: Verein und Hochschulgruppe
Nach quälend langen 1 1/2 Jahren haben wir es endlich geschafft alle Einwände vom Amtsgericht und Finanzamt zu beseitigen und monatelange Wartezeiten zu überstehen. Das Ergebnis:
  • wir sind ein eingetragener Verein (e.V.) bei der Stadt Darmstadt
  • außerdem wurde uns die Gemeinnützigkeit anerkannt
  • damit wurden wir als Hochschulgruppe an der TU Darmstadt akkreditiert
Jetzt können wir endlich offiziell gegenüber der Uni auftreten, Räume buchen, die Uni als Werbeträger nutzen, uns an die bereite Studentenschaft wenden und nahelegen diesem wunderbaren Club beizutreten 😉 In diesem Jahr haben wir es außerdem geschafft regelmäßige Treffen zu etablieren und kontinuierlich neue Leute für unsere Runden zu begeistern. Für den Stammtisch, der jede Woche immer mittwochs und immer für einen Monat in einer Kneipe stattfindet, finden sich immer mehr Interessenten. Dabei ist das Themenfeld der Gespräche sehr breit: es wird gefachsimpelt, Treffen zum gemeinsamen Fotografieren vereinbart, Bilder angeschaut und sich über Privates oder Studium ausgetauscht. Aber auch das Fotografieren ist nicht zu kurz gekommen! In Workshops und Vorträgen haben wir uns mit den monatlichen Themen auseinandergesetzt und in gemeinsamer Arbeit tolle Bilder erschaffen. Zudem gab es immer wieder Kleingruppen, die sich getroffen haben und gemeinsam um die Häuser gezogen sind.

An dieser Stelle schon mal ein fettes DANKESCHÖN an alle, die uns unterstützen und sich engagieren haben! 🙂

Ziele für 2019: ‚Geile Themen, Coole truppe‘
Somit ist der Grundstein für den UniFotoClub als Hochschulgruppe gelegt, nun gilt es das Fundament zu festigen und darauf aufzubauen. Das wichtigste am Verein seid natürlich Ihr – die Mitglieder. Deshalb wollen wir Euch motivieren und fördern weiterhin mit Euren Ideen und Vorschläge das Vereinsleben mitzugestalten! Genauso gibt es sicher einige potentielle Mitglieder, die noch nie vom UniFotoClub gehört haben. Um das zu ändern müssen wir unsere Präsenz durch Werbung (Flyer, Facebook, Instagram, …) und offene Darstellung verstärken. Und um nicht nur eine gute Fassade darzustellen, wollen wir auch weiterhin mit Knaller Themen um die Ecke kommen. Auch dabei rufen wir Jeden auf Ideen und Vorschläge in den Raum zu werfen und mit Engagement selbst anzupacken. Wir haben jede Woche einen Stammtisch, pro Monat ein Foto-Thema mit Workshop. Also lasst uns die Kameras keinen Staub ansetzen, Vorträge vorbereiten und überzeugenden Inhalt schaffen! Mit diesem Ziel im Blick starten in ins neue Jahr 2019 und lassen noch mal den Jahresrückblick von 2018 Revue passieren. Ich hoffe Ihr seid genauso begeistert wie wir den UniFotoClub zur Trending Hochschulgruppe #1 zu machen und Darmstadt zu zeigen, was wir drauf haben! 🙂